Politiker müssen als Individuen rüberkommen

Sommergespräche mit Spitzenpolitekern „Sind ein Deal“, sagt Coach Roman Braun.

Umschifft ein Politiker gekonnt die Fragen des Monderators und wiederholt seine Botschaft gebetsmühlenartig, dann läuft etwas falsch. „Das ist ein Zeichen von schlechter Vorbereitung“, sagt kommunikationsprofi Roman Braun. Er berät bekannte Persönlichkeiten aus Sport und Politik, darunter mehrere österreichische Spitzenpolitiker.

Insbesondere Sommergespräche, bei denen man eine Stunde Sendezeit bekommt, erforderten intensive Vorbereitung, sagt Braun: „Diese Interviews sind ein Deal: Der Politiker will etwas, der Redakteur aber auch, nämlich ein attraktives Gespräch“.

Prinzipiell würden es Zuseher gut vertragen, wenn ein Politiker seine Botschaft rüberbringen will. „Wenn aber der Gehalt einer Antwort bei null liegt und nur die eigene Story verkauft wird, dann fällt das auf“.
Zu Beginn bringt Braun, gelernter Psychologe und Erziehungswissenschafter, den Politikern kommunikative Grundlagen bei. „In einem zweiten Schritt geht es darum, die Besonderheiten des Menschen hervorzukehren. Man Darf nicht nur als Politiker rüberkommen“.

Seine Individualität sehr gut hervorgekehrt habe Ex-Neos-Chef Matthias Strolz, sagt Braun, aner auch dessen Nachfolgerin Beate Meinl-Reisinger sei eine gute Kommunikatorin: „Sie kann Dinge vertrten, die fachlich falsch sind, und sie kommt trotzdem gut rüber“.

Lobend erwähnt Braun auch den perfekt einstudierten Kommunikationsstil von BundeskanzlerSebastian Kurz (ÖVP): „Er bereitet sich sehr gut vor, fast wie ein Schauspieler auf eine Rolle“.

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